IG Metall und DEUTZ AG schließen Ergänzungstarifvertrag ab

Standorte und Beschäftigung bis Ende 2025 gesichert

  • 16.12.2020
  • Aktuelles, Betriebe, Presse

Das vom Vorstand der DEUTZ AG im März 2020 aufgesetzte Transform-Projekt und die Drohungen über Standortschließungen haben seit Mitte dieses Jahres bei den Beschäftigten der DEUTZ AG Zukunftsängste ausgelöst.

Unter dem Motto „DEUTZ Tradition verdient Zukunft“ haben die Beschäftigten der deutschen Standorte der DEUTZ AG in Köln, Herschbach (Westerwald) und Ulm bei einem Aktionstag am 17. November ihrer Forderung nach einer belastbaren Zukunftssicherung aller deutschen Standorte der DEUTZ AG Nachdruck verliehen. Das hat die IG Metall dazu bewegt einen Ergänzungstarifvertrag abzuschließen; auch weil die Ergebnissituation der DEUTZ AG deutlich negativ ist.

Für die IG Metall stand dabei immer im Vordergrund, die Zukunft der Standorte und Beschäftigung zu sichern. Und das haben wir erreicht:

  • Standortsicherung für die deutschen Standorte der DEUTZ AG in Köln, Ulm und Herschbach bis zum 31.12.2025
  • Zukunftsbilder für die deutschen Standorte sind beschrieben und eine Mindestanzahl von Stammbeschäftigten für jeden Standort festgelegt.
  • In den nächsten 3 Jahren werden 41 Mio. € in die Modernisierung der Standorte und neue Entwicklungsprojekte investiert
  • Betriebsbedingte Kündigungen sind bis zum 31.12.2023 ausgeschlossen. Ausnahmen sind nur mit Zustimmung der örtlichen Betriebsräte möglich.
  • Die Ausbildung wird in den nächsten 3 Jahren auf dem bisherigen Niveau von 30 Auszubildenden pro Jahr aufrechterhalten Die Auszubildenden werden alle übernommen.

Einschnitte beim tariflichen Zusatzgeld und Zusatzstunden sind die wesentlichen Arbeitnehmerbeiträge für die nächsten drei Jahre.  „Natürlich belasten die zu leistenden Beiträge die Beschäftigten, dennoch wurde das Ergebnis von den Mitgliedern bzw. Vertrauensleuten der IG Metall an den Standorten mit überwältigender Mehrheit als ein gutes Ergebnis in dieser komplexen Situation bewertet und angenommen,“ so Sabine Beutert, Unternehmensbeauftragte und Verhandlungsführerin der IG Metall für die Deutz AG.