ZF-Beschäftigte setzen starkes Zeichen gegen Pläne des Vorstands – Flamme der Solidarität zieht durch Standort Koblenz

12.09.2025 | Die Flamme der Solidarität brannte in dieser Woche erneut in Koblenz – diesmal beim Automobilzulieferer ZF. Zahlreiche Beschäftigte beteiligten sich am symbolischen Zug durch den Standort und machten damit deutlich: Die angekündigten Einsparungen am Standort stoßen auf Widerstand. Die Beschäftigten fordern Mitbestimmung, sichere Arbeitsplätze und klare Perspektiven für ihre Zukunft am Standort Koblenz.

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Flamme der Solidarität zieht durch ZF Koblenz

„Die Kolleginnen und Kollegen bei ZF haben heute ein starkes Zeichen gesetzt“, erklärt Erdal Tahta, Betriebsratsvorsitzender bei ZF in Koblenz und Mitglied im Ortsvorstand der IG Metall Koblenz. „Gerade in Zeiten der Transformation braucht es keine Kürzungen, sondern gezielte Investitionen in die Zukunft. Die Beschäftigten bei ZF stehen geschlossen zusammen – unabhängig von Division oder Abteilung. Wir sind ein Standort. Und wenn es darauf ankommt, kämpfen wir zusammen: Für unsere Arbeitsplätze, für unsere Beschäftigung und für unseren Standort.“

Hintergrund der Aktion bei ZF Koblenz sind die Pläne des Vorstands. Bis 2028 sollen deutschlandweit mindestens 14.000 Stellen wegfallen. Die IG Metall und die Beschäftigten kritisieren scharf, dass funktionierende Strukturen zerschlagen und bestehende Standortvereinbarungen infrage gestellt werden. Trotz geltender Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung steht der Standort erneut unter Druck.

„Wir sind zu einem Schulterschluss mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Herrn Miedreich bereit“, sagt Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz. „Dafür muss der Blick auf die Beschäftigten, die Technologien am Standort und der Blick auf die Kunden im Fokus der strategischen Entscheidungen stehen.“

Die Aktion bei ZF ist Teil der bundesweiten Kampagne „Flamme der Solidarität“, die von der IG Metall ins Leben gerufen wurde. Seit dem Aktionstag am 15. März zieht die Flamme durch die Betriebe in ganz Deutschland und macht Halt in den 145 regionalen Geschäftsstellen der IG Metall. Sie steht für Zusammenhalt, Mitbestimmung und eine klare industriepolitische Haltung. Ihren Höhepunkt erreicht die Aktion bei der industriepolitischen Konferenz der IG Metall am 23. und 24. September in Berlin.

Auch in der Region Koblenz war die Flamme bereits in mehreren Betrieben unterwegs:

  • Beim Aluminiumbetrieb Novelis im Koblenzer Industriegebiet,
  • beim Bleirecyclingbetrieb Ecobat in Braubach,
  • beim Industriezulieferer Stabilus in Koblenz,
  • sowie beim Komponentenwerk von Deutz in Herschbach.

In allen Betrieben wurde deutlich: Die Beschäftigten fordern von der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz eine aktive Industriepolitik, bezahlbare Energiepreise und den Erhalt guter Industriearbeitsplätze. Die Flamme der Solidarität ist dabei nicht nur Symbol, sondern Ausdruck gelebter Solidarität und Mitbestimmung.

Das Video zur Aktion ist abrufbar unter: www.youtube.com/shorts/HdIe43SWV6s,

sowie in den Sozialen Medien der IG Metall Koblenz: www.facebook.com/igmkoblenz

Weitere Hintergrundinformationen zur Aktion gibt es auch unter: https://www.igmetall.de/flamme

Von: sm

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