11.12.2025 | Die IG Metall Koblenz hat heute die Beschäftigten von EWM zur Aktiven Mittagspause aufgerufen. Die Aktion von 12:00 bis 12:30 Uhr setzt ein klares Zeichen für Respekt, Transparenz und Mitbestimmung – gerade in einer Phase erheblicher Verunsicherung.
Betroffen sind nach unserem Kenntnisstand 18 Kolleginnen und Kollegen. Diese Maßnahmen belasten die Stimmung in der Belegschaft spürbar.
„Wir wollen Gespräche statt Alleingang“, sagt Marko Seibel, Politischer Sekretär der IG Metall Koblenz. „Personalentscheidungen kurz vor der Betriebsratsgründung erwecken den Eindruck, dass lieber auf Alleingänge gesetzt wird als auf Sozialpartnerschaft. Das haben die Beschäftigten bei EWM nicht verdient. Uns wurde berichtet, dass Führungskräfte gefragt worden seien, wer ‚unentbehrlich‘ sei und auf wen man ‚verzichten‘ könne. Sollte das zutreffen, stellt sich die Frage nach einer fairen Sozialauswahl. Hinter jeder dieser Maßnahmen stehen Familien und Existenzen.“
Der Wahlvorstand treibt die Betriebsratswahl zur Gründung eines Betriebsrats zügig voran. Die IG Metall begleitet den Wahlvorstand bei allen Schritten und steht auch dem neu gewählten Betriebsrat als verlässlicher Partner zur Seite. Am 13.01.2026 wählen die Beschäftigten bei EWM in Mündersbach zum ersten Mal in der Firmengeschichte einen Betriebsrat; kurz darauf wird das Gremium seine Arbeit aufnehmen.
Hintergrund:
Am 11.11.2025 fand bei EWM eine Wahlversammlung statt, auf der Beschäftigte die Wahl eines Wahlvorstands initiierten. Bereits einen Tag später wurden nach Angaben von Beschäftigten Aufhebungsverträge an ausgewählte Kolleginnen und Kollegen verteilt; in der vergangenen Woche folgten Kündigungen mit sofortiger Freistellung.
Die EWM GmbH mit ihrem Hauptsitz in Mündersbach, wurde in diesem Jahr an ESAB ein weltweit tätiger Hersteller von Schneid– und Schweißgeräten einschließlich Elektroden und Schweißzusätzen verkauft.