IG Metall Koblenz leitet die Warnstreiks ein

3. Tarifverhandlung für die M+E Industrie Rheinland-Pfalz ohne Ergebnis (Kopie 1)

  • 28.10.2022
  • Aktuelles, Tarif, Politik, Betriebe, Presse

Auch die dritte Tarifverhandlung brachte am 27.10.2022 kein Ergebnis für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Rheinland-Pfalz. Die IG Metall Koblenz leitet nunmehr die Warnstreiks in der Region ab dem 02.11.2022 ein.

Den Anfang machen die Beschäftigten von Novelis (ehemals Aleris) in Koblenz. Treffpunkt ist für die Früh- und Tagschicht um 11.00 Uhr vor dem Betrieb am Tor 2 im Koblenzer Rheinhafen. Die Spät- und die Nachtschicht sind ebenfalls für mehrere Stunden zum Warnstreik aufgerufen.  Weitere Betriebe im Koblenzer Industriegebiert werden ebenfalls am Donnerstag und Freitag nächster Woche in den Ausstand treten.

Die Arbeitgeber haben die Friedenspflicht nicht genutzt um ein Ergebnis mit der IG Metall zu erreichen. Ihr unzureichendes Angebot wird dem Anspruch der Kaufkraftsicherung der Beschäftigten nicht gerecht.  Es wurde für 30 Monate die steuer- und sozialabgabenfreie Einmalzahlung von 3000 € angeboten. Dieses wurde sogar verknüpft mit dem Abschluss von Differenzierungs- und Variabilisierungsmöglichkeiten von Entgeltbestanteilen. Eine tabellenwirksame Erhöhung wurde lediglich bei Wachstum und zeitgleicher langer Laufzeit des Tarifvertrages in Aussicht gestellt. 

8 Prozent mehr Geld für 12 Monate ist keine überkomplexe Forderung die auf Arbeitgeberseite vielfach analysiert werden muss. Wer aus taktischen Gründen nur Almosen bietet, hat die Konsequenzen zu tragen. Ab jetzt wird der Druck deutlich erhöht. Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz, stellte ich der Verhandlung klar, dass dieses „sogenannte Angebot“ mit Warnstreiks von den Beschäftigten quittiert werden.