4. Jahrestag der Rente mit 67

Ältere haben kaum eine Chance - Kritik an der Rente 67

Am 09. März 2007 wurde im Deutschen Bundestag die Rente mit 67 beschlossen. Aus diesem Anlass hat die IG Metall im Bezirk Frankfurt die Einstellungspraxis der Metall- und Elektrounternehmen überprüft.

Die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in Hessen stellen kaum Menschen ein, die älter als 50 Jahre sind. Das ergab eine Umfrage der IG Metall im Bezirk Frankfurt (zuständig für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen), an der 350 Betriebe mit über 160.000 Beschäftigten teilgenommen haben.

In Hessen beteiligten sich 144 Betriebe mit etwa 62.000 Beschäftigten, in Rheinland-Pfalz 100 Betriebe mit etwa 50.000 Beschäftigten und in Thüringen 62 Betriebe mit etwa 20.000 Beschäftigten.

Demnach zeichnet sich an düsteres Bild, was die Beschäftigungschancen Älterer angeht: In den Betrieben des Bezirks sind 13 Prozent aller Beschäftigten zwischen 50 und 60 Jahre. Nur 2,7 Prozent sind über 60 Jahre. Damit liegt die Quote der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung Älterer in der Metall- und Elektroindustrie deutlich unter der Quote anderer Branchen. Auch bei den Neueinstellungen bleiben ältere Beschäftigte außen vor: Im Bezirk waren nur 6,6 Prozent aller neu sozialversicherungspflichtig Eingestellten älter als 50 Jahre.

Keine Stimme für die Schuldenbremse!

Engagement für ein soziales Hessen

Hessen Loewe nach Schuldenbremse

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

am 27. März 2011 sind die Wählerinnen und Wähler zu einer Volksabstimmung über die Schuldenbremse aufgerufen. Wir vom DGB-Bezirk Hessen-Thüringen wollen Sie bitten, bei dieser Abstimmung mit „Nein“ zu stimmen.

Wir rufen alle Wählerinnen und Wähler in Hessen auf, am 27.03.2011 einer Schuldenbremse in der hessischen Verfassung NICHT zuzustimmen.

Eine Mehrheit gegen die Schuldenbremse ist möglich. Dafür brauchen wir IHRE Unterstützung!

Diskussionsrunde zur Schuldenbremse

Bei der Veranstaltung am 9. März 2011 waren Vertreter sämtlicher im hessischen Landtag vertretenen Parteien eingeladen, ihren Standpunkt zur Schuldenbremse darzustellen.

Außer der Linkspartei sprachen sich Vertreter aller Parteien für die Verankerug der Schuldenbremse im Grundgesetz aus. Es war jedoch offensichtlich, dass keine Partei konkrete Programme dafür entwickelt hat. Wer etwas will, der sollte jedoch auch ein Konzept dafür haben.

Die IG Metall bleibt daher bei ihrer Ablehnung der Schuldenbremse und fordert alle Hessinnen und Hessen dazu auf, bei der Volksabstimmung am

27. März 2011 "NEIN" zu stimmen! Für ein handlungsfähiges Hessen!

Defizit der Kommunen steigt

Am Sonntag in Hessen gegen die Schuldenbremse stimmen

Gegen die Schuldenbremse
Am 27. März "NEIN" stimmen

Neuste Meldung vom Deutschlandradio über die Finanzlage der Kommunen:

"Die Finanzlage der Kommunen in Deutschland bleibt angespannt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, verbuchten die Gemeinden - ohne die Stadtstaaten - im vergangenen Jahr ein Defizit von 7,7 Milliarden Euro. 2009 hatte der Fehlbetrag bei 7,2 Milliarden gelegen. In Hannover befasst sich der Deutsche Städtetag heute mit der Finanzlage."

Quelle: http://www.dradio.de/nachrichten/ (Stand: 10 Uhr)

Armin Schild nimmt Stellung

Vorwurf "Amokfahrt" überschreitet Grenzen

Armin Schild

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) hat am 24. Februar 2011 das Engagement der IG Metall für eine faire Bezahlung von Leiharbeit mit einer "Amokfahrt" verglichen. Gegen diesen Vergleich wehrt sich Bezirksleiter Armin Schild in einem offenen Brief an Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung.

Bezirksleiter Schild darin wörtlich:

"Es spricht nichts dagegen, dass Arbeitgeberverbände in der öffentlichen Auseinandersetzung zuspitzen und rhetorische Analogien zur Verdeutlichung ihres Anliegens verwenden. Mit Ihrer öffentlich geäußerten Unterstellung, die IG Metall vollziehe eine „Amokfahrt gegen die Zeitarbeit" überschreiten Sie jedoch deutlich die Grenze dessen, was unkommentiert bleiben darf."

Diskussionsveranstaltung am 17. März im DGB-Haus

„Fair statt prekär. Gerechte Löhne statt Leiharbeit“

DGB Logo

Podiumsdiskussion mit einführenden Statements von:

• Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Landes- und -Fraktionsvorsitzender
• Stefan Körzell, DGB-Bezirksvorsitzender Hessen-Thüringen
• Isaf Gün, IG-Metall-Vorstand, Ressort: Frauen und Gleichstellung
• Armin Schild, IG-Metall Bezirksleiter Frankfurt

Moderation: Petra Fuhrmann, MdL, SPD.

Die Möglichkeit für Fragen und Beiträge aus dem Publikum ist gegeben.

Die Themen der einführenden Statements und alle weitere Informationen, auch zur erbetenen Anmeldung, stehen in der Einladung.

Zeit und Ort der Veranstaltung:

17. März 2011
17:00 bis 19:00 Uhr 
DGB-Haus Frankfurt am Main
Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77

Bezirkliche Aktionen am 24. Februar

Schild: Schwarz-Gelb macht Klientelpolitik für Leiharbeits-Lobby

IG Metall Bezirksleiter Armin Schild hat am Montag in Frankfurt den Kompromiss zur Hartz IV-Reform kritisiert: „Die schwarz-gelbe Blockadehaltung zu einer Neuregelung des Grundsatzes gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist ein Skandal. Nach den uns vorliegenden Informationen hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck mehrere Vorschläge in das Verfahren eingebracht, die es CDU und FDP ermöglicht hätten, einen Kompromissweg zu finden.“ Offensichtlich wollten die schwarz-gelben Regierungen in Bund und Land dauerhaft die Verwüstung des Arbeitsmarktes festschreiben. Ihr Ziel sei eine zweite abgesenkte Lohnlinie in den Betrieben.

Arbeitsbelastungen und Überstunden nehmen zu

Gute Arbeit als Krisenopfer

Nach der Krise wächst in vielen Betrieben der Arbeits-und Leistungsdruck: Die Arbeitgeber stellen trotz des Aufschwungs keine neuen Leute fest ein. Leiharbeit und Überstunden nehmen zu. Die Folge: Die Zahl psychischer

und psychosomatischer Erkrankungen nimmt zu. In einigen Betrieben des Bezirks liegt der Krankenstand bei über 25%.
Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei der IG Metall sieht steigende Arbeitsbelastung und Überstunden als eine Krisenfolge. Viele Arbeitgeber verweigern eine Mitarbeit an einer Initiative der Humanisierung der Arbeit. Viele wollen keine gute Arbeit für ihre Belegschaften. Weitere Informationen zu diesem Thema unter www.denk-doch-mal.de

 

Allianz für den freien Sonntag in Hessen und Rheinland-Pfalz gegründet

Der verlorene Kampf um die Zeit - ein Rückblick

Erinnern Sie sich noch an die IG Metall-Kampagne "Samstags gehört Vati mir"? Zug um Zug wurde die Wochenarbeitszeit verkürzt. 1982 forderte die IG Metall die 35-Stunden-Woche. Und jetzt? Jetzt beträgt die reale Wochenarbeitszeit für männliche Arbeitnehmer 42,7 Stunden, wieder genauso viel wie zu Beginn des Kampfes um die 35 Wochenstunden.

Wirtschaft politisch-ökonomisch gestalten

Der Ökonom Rudolf Hickel fordert 2011 einen Kurswechsel

Für den Ökonom Rudolf Hickel stehen 2011 zwei Forderungen an erster Stelle: die Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen sowie eine expansive Lohnpolitik, die auch zu einer effektiven Steigerung der Erwerbseinkommen führen muss. Auch im Staatshaushalt ist in 2011 ein Kurswechsel erforderlich. Die Bundesregierung sollte anstatt die Konjunktur zu belasten und die öffentliche Armut zu steigern ein mittelfristig ausgerichtetes Zukunftsinvestitionsprogramm auflegen. Diese Stärkung der Aufschwungkräfte würde durch eine Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur im Bildungs-, Energie- und Verkehrsbereich fundiert.

Informationen zu sozialpolitischen Themen

Wissenswertes unter Denk-doch-mal.de

Demografische Entwicklung, Fachkräftemangel, Rente mit 67 Belastungen am Arbeitsplatz. Wer interessante und informative Beiträge zu diesen Themen und mehr sucht, wird sicherlich unter www.denk-doch-mal.de fündig

DGB-Index "Gute Arbeit" 2010

Ein Drittel der Deutschen sind mit ihrem Job unzufrieden

In der jährlichen DGB-Befragung zum Index "Gute Arbeit" wird deutlich, dass nur 15 Prozent der Beschäftigten in Deutschland mit ihrem Job zufrieden sind. Ein Drittel benotet ihren Arbeitsplatz mit "mangelhaft», 52 Prozent halten ihre Arbeitsbedingungen für mittelmäßig. Der DGB und die IG Metall kritisieren die  Zunahme von prekärer Arbeit und Leiharbeit.

Rente mit 67

IG Metall hält an Forderung nach Aussetzen der Rente mit 67 fest

Die IG Metall hat ihre Forderung nach Aussetzung der Rente mit 67 bekräftigt und stattdessen ein Konzept für einen flexiblen Übergang in die Rente gefordert. "Die Rente mit 67 ist und bleibt eine Sackgasse und für einen guten Teil der Beschäftigten unerreichbar", sagte Berthold Huber.

Gesundheitsreform

Ausstieg aus der paritätischen Finanzierung

Am 12. November 2010 hat der Bundestag in 2./3. Lesung den nicht zustimmungspflichtigen Gesetzentwurf der Bundesregierung „zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Finanzierungsgesetz - GKV-FinG)“ beschlossen. Damit wird der Beitrag zur GKV ab dem 1. Januar 2011von 14,9 auf 15,5 Prozent steigen. Die Arbeitgeber werden durch das Einfrieren ihres Anteils bei 7,3 Prozent entlastet. Die gesetzlichen Krankenkassen können künftig Zusatzbeiträge in unbegrenzter Höhe von ihren Versicherten verlangen. Übersteigt der durchschnittliche Zusatzbeitrag zwei Prozent des Ein-kommens eines Versicherten, dann soll der geplante Sozialausgleich für Geringverdiener greifen.

Gesetzesentwurf der Bundesregierung

Redebaustein zur Gesundheitspolitik

Hintergrund: Rente mit 67

Eine Kürzung der Renten und Förderung der Altersarmut

Die Rente mit 67 ist in aller Munde: Parteien und Verbände streiten über das Für und Wider. Die Bundesregierung überprüft derzeit, ob die Anhebung des Renteneintrittsalters angesichts der Arbeitsmarktentwicklung sowie der wirtschaftlichen und sozialen Situation älterer Arbeitnehmer vertretbar ist. Die Ergebnisse sollen im Herbst veröffentlicht werden. Hier finden Sie Fakten und Hintergründe sowie mögliche Alternativen zur Rente mit 67.

Studie räumt mit Vorurteilen auf:

Hartz IV ist "nur selten ein Ruhekissen"

In der öffentlichen Diskussion wird die Arbeitswilligkeit von Langzeitarbeitslosen immer wieder in Frage gestellt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat nun in einer Befragung von Hartz IV-Empfängern die Arbeitsbereitschaft untersucht. Das Ergebnis lautet: Hartz IV ist "nur selten ein Ruhekissen", die Arbeitsbereitschaft von Hartz IV-Empfängern ist insgesamt hoch, nur bei einer kleinen Minderheit gibt es Hinweise auf eine fehlende Arbeitsmotivation.

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