06.01.2016 |

Pressemitteilung 01-16

IG Metall Koblenz wächst weiter - 125 Jahre IG Metall mit Festakt in Koblenz

Seit nunmehr fünf Jahren in Folge wächst die IG Metall Koblenz und gewinnt neue Mitglieder. Zum Ende 2015 beträgt das Mitgliederplus gegenüber dem Vorjahr 0,6 Prozent. Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz resümiert: „Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2015 zurück. Ordentliche Entgelterhöhungen, sichere und gute Arbeit setzt aktive Arbeit in den Betrieben voraus. Unsere betrieblichen und tariflichen Ziele konnten wir mit Unterstützung und Aktionsfähigkeit unserer Mitglieder, Vertrauensleute und Betriebsräte erreichen.“

Die Vorbereitungen für die anstehende Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie laufen auf Hochtouren. Die Tarifforderung wird im Februar 2016 beschlossen. Mit dem Mitgliederplus im Rücken gehen wir gestärkt in die nächsten Tarifverhandlungen und werden für unsere Mitglieder ein Einkommensplus erzielen ist sich Ali Yener sicher. 

In 2016 kann die gesamte IG Metall auf 125 Jahre erfolgreiche Arbeit in den Betrieben und Regionen zurückblicken. In Koblenz richtet der Ortsvorstand der IG Metall Koblenz am 16.April anlässlich dieses Jubiläums ein Festakt aus. Ihre Teilnahme haben die Ministerpräsidenten von Rheinland Pfalz, Malu Dreyer, und die neue Zweite Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, bereits zugesagt.

14.12.2015 |

Medieninfo 12.12.2015

Burkhardt Siebert, stellvertretender Bundesvorsitzender der NGG ehrte Jubilare der Gewerkschaften NGG und IG Metall

Koblenz – 12.12.2015 - Insgesamt wurden 342 Metaller und 55 NGG Jubilare für ihre Treue und Verbundenheit mit ihrer Gewerkschaft geehrt.
Die Geschäftsführer der NGG Mittelrhein Roland Henn und Ali Yener, IG Metall sowie Burkhard Siebert, stellvertretender Bundesvorsitzender der NGG, ehrten die anwesenden Jubilare für ihre Treue zur Gewerkschaft und ihren Einsatz für menschenwürdige Arbeit.
In seiner Begrüßungsrede würdigte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Koblenz, Ali Yener, die Jubilare für ihre langjährige Mitgliedschaft.

Für 70-jährige Mitgliedschaft der IG Metall wurden geehrt:
Peter Rüttgen, Lahnstein, Karl Heinz Meurer, Bendorf und Josef Zenz, Weißenthurm.

Für 65-jährige Mitgliedschaft in der NGG Mittelrhein wurden geehrt:
Cornelius Scheer, Lahnstein und Kastor Schneider, Waldesch.

 

Für 65-jährige Mitgliedschaft in der IG Metall wurden
Artur Hewel, Filsen – Anton Kirschhoefer, Lahnstein – Karl Specht, Lahnstein – Rudolf Wonka, Neuwied geehrt.

Für 60-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:
Heinrich Flöck, Mülheim-Kärlich – Kunibert Jung, Niederwallmenach – Hugo Schneider, Waldesch – Gert Singer, Wirges – Wolfgang Singer, Bad Hönningen – Anton Volk, Spay – Gerhard Weißenberg, Niederschelden – Franz-Josef Welling, Mülheim-Kärlich und Bernhard Wolf, Urmitz – NGG,
sowie
Jürgen Butzke, Lahnstein – Erwin Doenges, Freirachdorf – Horst De Haas, Lahnstein – Siegfried Hauschulz, Lahnstein – Winfried Hillesheim, Kettig – Winfried Holstein, Vallendar – Engelbert Lehmler, Welschneudorf – Werner Meurer, Miellen – Lothar Schmidt, Braubach – Hans-Wilhelm Schmitz, Weißenthurm – Hans Steinhauer, Senheim – Helmut Stockenhofen, Reckenroth und Franz Walther, Lahnstein – alle IG Metall.

Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:
Albert Baltes, Bonn – Fritz Czerwonka, Windhagen – Dieter Kappus, Lahnstein – Hartwin Kissel, Limburg – Hubert Lenz, Weißenthurm – Heinz Müller, Mülheim-Kärlich – Johannes Pesch, Weißenthurm – Reiner Schröer, Braubach und Dieter Verhoeven, Braubach – NGG,
sowie
Heinz Balmes, Kettig – Ingo Bannert, Koblenz – Josef Bleith, Boppard – Alfred Didi, Bendorf – Wilhelm Dietzler, Mülheim-Kärlich – Heinz Fassbender, Kaltenengers – Reinhard Fiedler, Bendorf – Wolfgang Guenther, Mülheim-Kärlich – Walter Gühr, Lahnstein – Hans Christian Hahn, Obernhof – Josef Hecken, Lahnstein – Rudolf Hermann, Bad Ems – Rolf Kalter, Bad Ems – Hans-Werner Kraemer, Weißenthurm – Ewald Kraemer, Alflen – Johann Kreuser, Neuwied – Heinz-Gerhard Lang, Kaub – Horst May, Sulzbach – Erich Metzler, Neuwied – Wolfgang Micke, Nassau – Hans Müller, Lahnstein – Kurt Radeck, Weißenthurm – Herbert Sabel, Nievern – Jean-Claude Soro, Mülheim-Kärlich – Karl Heinz Wassmann, Marienrachdorf – Wolfgang Wedemeyer, Bendorf und Karl-Heinz Weller, Mülheim-Kärlich – alle IG Metall.

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:
Burghardt Wido-Richard, Remagen – Giovanni de Crescenzo, Bad Neuenahr – Raso Dzankovic, Bad Neuenahr – Ernst Engels, Bad Neuenahr – Hermann Fries, Siegen – Wolfgang Huttny, Bad Ems – Heinrich Lotz, Wahlenau – Hans-Jürgen Scharlau, Andernach – Klaudia Schröer, Braubach und Axel Thorn, Hirschberg  – NGG,
sowie
Christian Assenmacher, Urmitz – Albert Balmert, Attenhausen – Harald Bauer, Kettig – Roswitha Beuren, Koblenz – Egon Braun, Weißenthurm – Karl-Heinz Buggenthien, Bendorf – Dominique Choury, Koblenz – Hans-Lothar Cremer, Brey – Franz Doll, Rhens – Fred Dum, Bendorf – Salim Duman, Koblenz – Arno Dupp, Siershahn – Werner Dworak, Mülheim-Kärlich – Karl-Heinz Engelmeier, Kottenheim – Irene Fetterer, Bendorf – Franz Feuerpeil, Urmitz – Helga Gassen, Mülheim-Kärlich – Norbert Gehrke, Neuwied – Ali Gezer, Selters – Elvira Glaeser, Saffig – Peter Görg, Hartenfels – Alois Gross, Polch – Walter Grüterich, Arzbach – Hans-Peter Halder, Bad Breisig – Dieter Harlos, Miehlen – Dieter Hastenteufel, Ochtendung – Hans Josef Heckmann, St. Goar – Wendelin Hoffmann, Boppard – Manfred Hoitz, Bendorf – Erich Hoitz, Dierdorf – Dieter Hubois, Neuwied – Helmut Hummerich, Plaidt – Martin Hutzl, Urmitz – Erwin Hutzl, Kaltenengers – Raimund Israel, Kettig – Hans Jadzinski, Bendorf – Bernhard Juergensen, Brodenbach – Karl Heinz Jung, Hattert - Karl Heinz Jüngling, Dienethal – Hans-Joachim Kalischan, Mayen – Ibrahim Karakaya, Koblenz – Walter Klein, Wirfus – Keziban Korkmaz, Sankt Sebastian – Johann Krechel, Gamlen – Hinrich Kruse, St. Goarshausen – Wolfgang Labonte, Hömberg – Reinhard Laux, Schlangenbad – Anneliese Link, Koblenz – Hans-Juergen Loecher, Weißenthurm – Heinz Erich Lohrum, Bendorf – Ernst Lüdicke, Boppard – Mohamed Maghroum, Neuwied – Karl Heinz Mallmann, Emmelshausen – Klaus Milinski, Höhr-Grenzhausen – Wolfgang Missonnier, Boppard – Heinz Muders, St. Goar – Ursula Obst, Roth – Ulrike Petry, Rengsdorf – Michael Pissulla, Neuwied – Horst Reffgen, Koblenz – Regina Reiß von Rechenberg, Kastellaun -  Dieter Retzlaff, Kettig – Edwin Richardt, Ochtendung – Berthold Roetsch, Brey – Ralf Rohe, Koblenz – Karl Walter Scheer, Lahnstein – Susanne Schinkinger, Bendorf – Heribert Schlemmer, Dernbach – Josef Schmitz, Kaifenheim – Manfred Schmorleiz, Boppard – Sergio Secci, Braubach – Karl-Heinz Spurzem , Mayen –Günther Streng, Bendorf – Renate Sturm, Koblenz – Franz Syre, Vallendar – Azize Uezel, Weißenthurm – Erwin Wagner, Boppard – Lothar Weiler, Urmitz – Hans-Joachim Wetter, Selters – Jürgen Wiedemann, Koblenz – Reinhard Wieghardt, Hillscheid – Ulrike Winkler, Katzenelnbogen – Karin Wittmaack, Nassau – Peter Würz, Neuwied – Reinhold Wyrembo, Weißenthurm – Mehmet Yoendemli, Bendorf – Michael Zils, Emmelshausen – Siegried Zils, Mülheim-Kärlich – Karl-Rudolf Zils – Weißenthurm – Peter Zumbusch, Bendorf -  alle IG Metall.

Außerdem wurden 204 Kolleginnen und Kollegen der IG Metall und 24 Kolleginnen und Kollegen der NGG für 25-jährige Mitgliedschaft, im Rahmen der weihnachtlichen Feierstunde geehrt..

07.12.2015 |

Medieninfo vom 6.12.2015

Stabilus Betriebsrat gewinnt den Innovationspreis Mitbestimmung

Mit vielen Maßnahmen zur Standort-, Beschäftigungs- und Investitionssicherung unter dem Titel „Strukturwandel – Fit für die Zukunft“ gewinnt der Stabilus Betriebsrat den Innovationspreis Mitbestimmung. Dieser Preis wurde erstmalig vom Deutschen Gewerkschaftsbund Rheinland-Pfalz verliehen. Im Rahmen des Betriebs- und Personalräteforums wurden die Preisträger ausgezeichnet. Schirmherrin war die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ausgewählt wurden die Projekte von einer Fachjury, bestehend aus der rheinland-pfälzischen Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Christel Martin, Geschäftsführerin i.R. der Gewerkschaft NGG, Prof. Dr. Stefan Sell, Sozialwissenschaftler an der Hochschule Koblenz und Dietmar Muscheid, DGB Landesvorsitzender.

„Dieser Preis würdigt den Einsatz des Betriebsrates Stabilus für den langfristigen Erhalt der Arbeits- und Ausbildungsplätze in Koblenz. Eine starke Arbeitnehmervertretung im Betrieb sorgt nicht nur für gute Verdienstmöglichkeiten, sondern auch gute und sichere Arbeit.“, sagte Ali Yener Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz auf der Preisverleihung.

 

03.12.2015 |

Medieninfo vom 3.12.2015

Ergebnisse des Gewerkschaftstages beraten und auf Tarifrunde 2016 eingestimmt

 „Mit einer mittelfristig angelegten Kampagne zur Arbeitszeitpolitik will die IG Metall die Beschlüsse des Gewerkschafstages vom Oktober dieses Jahres umsetzen“, sagte Jörg Köhlinger, Bezirksleiter des IG Metall Bezirks Mitte (zuständig für die Bundesländer Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Saarland) in seinem Referat auf der Delegiertenkonferenz der IG Metall Koblenz. Regelungsgegenstände sind unter anderem Vergütung geleisteter Arbeitszeit, Gestaltung von Arbeitszeitkonten, Arbeitszeit- und Leistungspolitik und Lebensphasen orientierte Arbeitszeiten. 

Jörg Köhlinger stellte die Delegierten auf die anstehende Tarifrunde 2016 in der Metall- und Elektroindustrie ein. „Auch wenn derzeit alles auf eine Entgelttarifrunde hinausläuft, ist mit erheblichem Widerstand der Arbeitgeber zu rechnen. Darauf müssen wir vorbereitet sein.“

Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz, stellte für die Region Koblenz klar, dass die Beschäftigten auch in 2016 an den Erträgen der Unternehmen beteiligt werden müssen. Die Tarifforderung für die anstehende Tarifrunde wird im Februar 2016 erstellt. 

Gemeinsam mit Ali Yener besuchte Jörg Köhlinger im Vorfeld der Delegiertenkonferenz den Koblenzer Betrieb ZF TRW. Nach einem Betriebsrundgang und Gesprächen mit der Werksleitung und dem Betriebsrat, überzeugten sich Köhlinger und Yener von der Zukunftsfähigkeit der Produkte und Attraktivität des Koblenzer Standortes.

 

 

29.10.2015 |

Medieninformation Nr. 30 - 2015

IG Metall Jugend entwirft und diskutiert Zukunft

Koblenz/ Frankfurt am Main. Rund 250 Jugend- und Auszubildendenvertreter und Betriebsräte aus Rheinland- Pfalz, Hessen, Thüringen und dem Saarland haben in den vergangenen zwei Tagen über Themen wie Berufsausbildung und Übernahme nach der Ausbildung, das duale Studium und Bildung, die Bildungsteilzeit in den Betrieben und wie die betriebliche Mitbestimmung für junge Arbeitnehmer besser und stärker genutzt werden kann, diskutiert. Stattgefunden hat der Kongress in Koblenz.

Die Qualität der Ausbildung in Betrieb und Berufsschule weist oftmals deutliche Mängel auf. Gemeinsam haben wir anhand betrieblicher Praxisbeispiele viele Lösungsideen entwickelt“, so Ramona Kazmierz, Jugend- und Auszubildendenvertreterin bei ZF TRW in Koblenz.

„Wir müssen uns den betrieblichen Herausforderungen der Zukunft stellen und  Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnen. Mit dem neuen Tarifvertrag Bildung haben wir das richtige Instrument dafür“, ergänzt Javier Pato-Otero, Bezirksjugendsekretär IG Metall Mitte.

Die gastgebende Verwaltungsstelle hatte zu einer abendlichen Demonstration im Gedenken an diejenigen Flüchtlinge, die auf der Flucht ihr Leben gelassen haben, aufgerufen. Dem Aufruf sind neben rund 250 Mitgliedern der IG Metall Jugend Mitte auch Delegationen aus Betrieben der Metall- und Elektroindustrie und andere gefolgt. Am Josef- Görres- Platz haben sich die zumeist jugendlichen Teilnehmer gegen Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Hass ausgesprochen.

 

„Das ist ein wichtiges Signal für mehr Menschlichkeit, auch an Flüchtende. Sie sind willkommen und können auf unsere Hilfe setzen. Denn sie fliehen nicht, weil es hier ein Taschengeld geben könnte, sondern weil sie und das Leben ihrer Familien bedroht sind. Neben Hilfe und Solidarität gegenüber Flüchtenden müssen endlich auch die Ursachen für die Flucht vor Krieg und Terror bekämpft werden“, so Erster Bevollmächtigter der Verwaltungsstelle Koblenz, Ali Yener.

 

26.10.2015 |

Medieninfo vom 26.10.2015

Betriebsrat Bomag im Dialog mit David Langner

Auf Einladung des Betriebsrates und der Geschäftsführung besuchte David Langner, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, die Firma BOMAG in Boppard-Buchholz.
Langner zeigte sich bei seinem Besuch und Rundgang von den in jüngster Vergangenheit getätigten Investitionen und der Attraktivität der Ausbildung beeindruckt. “Gute Ausbildungsvergütungen, eine qualitativ hochwertige Ausbildung und die tarifliche unbefristete Übernahme nach der Ausbildung sorgen für ein gutes Image und Anerkennung in der Region“, ist sich Thomas Anhuth, Betriebsratsvorsitzender, sicher.

Der Betriebsrat stellt bei seinen Rundgängen und Gesprächen mit den Beschäftigten fest, dass zur Zukunft der Rente eine Verunsicherung besteht. Die Beschäftigten erwarten von der Politik eine Lebensstandard sichernde Rentenhöhe, die wieder an die Entwicklung der Löhne und Gehälter angekoppelt werden soll. Ein Arbeiten bis 67 ist aufgrund der Arbeitsbelastung und -intensität für viele Beschäftigte nicht möglich. Daher müssen die gesetzlichen Bedingungen für einen flexiblen Übergang in die Rente ohne Abschläge verbessert werden. 

Leiharbeit und Werkvertrag sind auch Themen, mit denen sich aktuell der Betriebsrat bei der Bomag beschäftigt. Der Betriebsrat erwartet die Erfüllung des Koalitionsvertrages im Hinblick auf die Regelung von Leiharbeit und Werkverträgen, damit Betriebsräte bei deren Missbrauch wirksam eingreifen können.

 

 

26.10.2015 |

Koblenzer Metaller bestimmen mit

23. ordentlicher Gewerkschaftstag

Unsere Kollegen Roland Ritz, Thomas Anhuth und Ali Yener haben Koblenz auf dem Gewerkschaftstag in Frankfurt vertreten. Die Wahl des neuen Vorstands der IG Metall und damit die zukünftige Ausrichtung der gesamten IG Metall stand auf dem Programm. Bei 502 Anträgen, die abgestimmt wurden, war auch unser Antrag zur Weiterentwicklung der Tarifpolitik dabei. »Wir sind stolz, dass wir mit unserem Antrag einen wesentlichen Beitrag zur Fortentwicklung der IG Metall und zur Stärkung der Tarifpolitik leisten können«, sagte Ali Yener, Erster Bevollmächtigter in Koblenz, auf dem Gewerkschaftstag.

12.10.2015 |

Medieninfo vom 12.10.2015

2016: 125 Jahre IG Metall Erweiterter Ortsvorstand bereitet Jubiläumsjahr auf der Klausurtagung vor

In 2016 blickt die IG Metall auf eine erfolgreiche Gewerkschaftsgeschichte zurück. Die Auseinandersetzungen waren immer geprägt für ein besseres Leben in Betrieb und Gesellschaft. „Unsere Erfolge und Errungenschaften waren nur gemeinsam mit den Mitgliedern der IG Metall vor Ort möglich gewesen. Auch heute entscheidet die betriebliche Stärke der IG Metall Mitglieder über das gute Leben in Betrieb und Gesellschaft, “ sagte Ali Yener Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz auf der Klausurtagung des Ortsvorstandes.

 

Im Mittelpunkt Planung für das Jahr 2016 standen daher die Mitglieder- und Beitragsentwicklungen in den Betrieben der Region Koblenz. Für das aktuelle Jahr geht die IG Metall Koblenz erneut von einem Mitgliederzuwachs aus. Diese Entwicklung soll auch für das Jubiläumsjahr fortgeschrieben werden. Gemeinsam mit den betrieblichen Kolleginnen und Kollegen wurden die Mitglieder-und Beitragsplanungen danach ausgerichtet. Ein Festakt zum 125jährigen Bestehen der IG Metall ist für den 16. April 2016 geplant.

 

Die Arbeitswelt verändert sich stetig. In das Vokabular der betrieblichen Funktionäre erhalten Begriffe wie, Industrie 4.0 immer mehr Einzug. Auch die Anforderungen an die Arbeit sind nicht mehr, wie vor 10 Jahren. „Unsere Betriebsräte und Vertrauensleute werden 10 Jahre nach der Einführung des Entgeltrahmenabkommens (ERA) die Eingruppierungen einer Plausibilitätskontrolle unterziehen. „ Wer qualifizierte Beschäftigte haben will muss sie auch qualifiziert bezahlen, “ so die Feststellung des Ortsvorstandes der IG Metall.

 

Im Jubiläumsjahr wird sich das regionale Parlament der Arbeit, die 100-köpfige Delegiertenversammlung der IG Metall Koblenz neu konstituieren. Dieser hat dann die Aufgabe, die Geschäftsführung und den Ortsvorstand neu zu wählen. Auch stehen die Vertrauensleute- und Jugend- und Auszubildendenwahlen in 2016 in den Betrieben an.

 

„Wir kennen unsere historische aber auch zukünftige Verantwortung für ein besseres und gutes Leben. Daher wird die IG Metall Koblenz immer ausgerichtet auf die Bedürfnisse ihrer IG Metall Mitglieder seine Arbeit jetzt und in der Zukunft ausrichten, stellt Yener abschließend auf der Klausurtagung fest.

 

07.10.2015 |

Medieninfo vom 7.10.2015

Aktionen zum internationaler Tag gegen prekäre Beschäftigung: IG Metall prangert Missbrauch von Werkverträgen an

Anlässlich des internationalen Tags gegen prekäre Beschäftigung am 7. Oktober hat die IG Metall mit Aktionen in vielen Betrieben auf den Missbrauch von Werkverträgen aufmerksam gemacht. Immer öfter schaffen Unternehmen mit der Auslagerung von Arbeit betriebsratsfreie und tariflose Zonen in relevanten Bereichen der Wertschöpfung. Die IG Metall kritisiert diesen Missbrauch zum Lohndumping", sagte Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz.

Die IG Metall fordert den Gesetzgeber auf, endlich mit gesetzlichen Regelungen Ordnung auf dem Arbeitsmarkt herzustellen. Notwendig seien insbesondere eine Verpflichtung der Arbeitgeber, die Betriebsräte über den Einsatz von Werkverträgen zu informieren, sowie eine erweiterte Mitbestimmung der Betriebsräte. Laut einer Umfrage der IG Metall arbeiten drei Viertel der Beschäftigten in Werkvertragsfirmen zu schlechteren Konditionen als ihre Kollegen im Stammbetrieb.

Betriebsräte verzeichneten laut einer bundesweiten Umfrage der IG Metall in den vergangenen drei Jahren in fast einem Viertel der Unternehmen (22 Prozent) eine Zunahme von Werkverträgen. In jedem dritten Betrieb werden Tätigkeiten aus der Produktion fremdvergeben; auch Montage, Logistik sowie Forschung und Entwicklung sind häufig betroffen. Die meisten Arbeitgeber verweigern freiwillige Regeln zum Einsatz von Werkverträgen. 69 Prozent der Unternehmen setzen Werkverträge ein. Gleichzeitig ist es den Betriebsräten in nur fünf Prozent der Unternehmen gelungen, das Thema in einer freiwilligen Betriebsvereinbarung zu regeln.

 

23.09.2015 |

Medieninfo vom 23.09.2015

IG Metall Delegierte erwarten Veränderung bei TTIP und CETA und fordern Mitbestimmung für Betriebsräte bei Werkverträgen

Koblenz, 23.09.2015 – Die 100 Delegierten der IG Metall Koblenz haben auf ihrer Konferenz am Mittwoch, den 23. September 2015 beschlossen, die Entwürfe zum transatlantischen Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) und die aktuelle Fassung zum Freihandelsabkommen der EU mit Kanada (CETA) abzulehnen.  Ebenso ruft die Delegiertenkonferenz die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag angekündigten Gesetze gegen den Missbrauch von Werkverträgen konsequent umzusetzen.

Bei TTIP und CETA geht es um die Abschaffung von Handelshemmnissen, Erleichterung des Marktzugangs, Schutz ausländischer Investoren und die Zusammenarbeit bei der zukünftigen Festlegung von Normen und Standards.

Die Delegierten unterstützen das Ansinnen, technische Standards diesseits und jenseits des Atlantiks zu vereinheitlichen und über den Abbau von Zöllen und Handelsbarrieren zu sprechen. „Wir werden aber keine Aushöhlung von Arbeitnehmer- oder Mitbestimmungsrechten akzeptieren.“ so Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz. 

Als Ziel formulierte die Konferenz:

-       einen größeren Wohlstand für breite Bevölkerungsschichten,
-       wirtschaftliche, soziale und ökologische Standards verbessern
-       faire Wettbewerbs- und gute Arbeitsbedingungen weltweit schaffen.

Als Forderungen an tragfähige Freihandelsabkommen formulierten die Delegierten:

-       Arbeitnehmer- und Verbraucherschutz erhalten und verbessern
-       Sozial- und Umweltstandards sichern
-       kein Investitionsschutzabkommen mit privaten Schiedsstellen
-       ILO- Kernarbeitsnormen umsetzen und Verstöße sanktionierbar machen 

Den  Missbrauch von Werkverträgen stoppen.

Fairer Wettbewerb braucht klare Regeln! Der missbräuchliche Einsatz von Werkverträgen führt zu Wettbewerbsverzerrung, Lohndumping und unsicherer Beschäftigung. 

Die IG Metall Koblenz fordert eine Mitbestimmung bei der Fremdvergabe und die Einhaltung von Mindestkriterien bei Arbeitsbedingungen in Werkvertragsunternehmen. Die Konferenz war sich einig, dass alle Beschäftigten ein Recht auf gute Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung und eine sichere Zukunft haben. 
„Halten Sie ihr Versprechen, schaffen Sie gute gesetzliche Rahmenbedingungen, die den fairen Wettbewerb stärken. Das hilft den Unternehmen und den Beschäftigten.“ so der Appell von Ali Yener, an die Politikerinnen und Politiker, abschließend. 

22.09.2015 |

Neue Zeiten - neue Fragen - Zusammen für neue Antworten

Roadshow zu Gast auf dem Koblenzer Schängelmarkt

Koblenz, 18. - 20.09.2015
Die Arbeitswelt wandelt sich. Mit jeder neuen Herausforderung stellen sich für die Beschäftigte neue Fragen. Für uns als Gewerkschaft, die auf Beteiligung setzt, gilt deshalb: Wir interessieren uns für die Interessen unsere Kolleginnen und Kollegen, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Auf unserer Roadshow auf dem Schängelmarkt haben sich Koblenzerinnen und Koblenzer an der bundesweiten Umfrage - Was bewegt Sie? - beteiligt.

Es ging um die Fragen zur beruflichen Perspektive, wie unbefristete Arbeitsverträge, gleiche Bezahlung von Männern und Frauen und bessere persönliche Bildungs- und Aufstiegschancen. Beim Stichwort Sicherheit, wie altersgerechte Arbeitsplätze und ein zukunftsfestes Rentensystem, sowie das Thema besser Vereinbarkeit von Arbeit und Leben.

Wir danken allen Helferinnen und Helfern für einen gelungenen Besuch der IG Metall Roadshow auf dem Koblenzer Schängelmarkt. 

23.06.2015 |

Freihandelsabkommen mit den USA

TTIP nicht um jeden Preis

Bild zum Thema Presse

Der Seniorenkreis der IG Metall Koblenz begrüßte auf seiner gut besuchten Sitzung den Koblenzer Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger SPD. Pilger stand zum Thema Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) Rede und Antwort.

Die Diskussion leitete der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Koblenz, Ali Yener. Pilger stellte zu Beginn klar, dass er einer von vielen Skeptikern in der SPD-Fraktion zu TTIP ist.

Der Seniorenkreis kritisierte, dass die Verhandlungen geheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt werden, so dass die Aufklärung der Bevölkerung erschwert werde. Gerade ein Abkommen, was fast in alle Lebensbereiche hineinwirke, muss transparent verhandelt werden, so die einhellige Meinung

Pilger sieht die sogenannte Negativliste problematisch, wonach alle Bereiche, die nicht ausdrücklich in den Abkommen ausgeschlossen sind, liberalisiert werden können. Seine Zustimmung mache Pilger im Bundestag davon abhängig, dass bestimmte rote Linien nicht überschritten werden dürfen. Yener und Pilger sind sich einig, dass TTIP nicht um jeden Preis abgeschlossen werden darf.

Die IG Metall bleibt bei ihren Forderungen zu Freihandelsabkommen:

  1. Keine Gefährdung von Arbeitnehmer- und Verbraucherschutz-, Sozial- und Umweltstandards durch Freihandel.
  2. Kein Investitionsschutzabkommen im Rahmen von TTIP .
  3. Anerkennung aller acht ILO-Kernarbeitsnormen durch die USA.

Yener betont abschließend, dass zur Durchsetzung dieser Forderungen der politische und zivilgesellschaftliche Druck aufrechtzuerhalten ist. Daher ist die IG Metall und der DGB dem Bündnis "TTIP & CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel!" beigetreten. Am 10. Oktober 2015 rufen sie mit zur Demonstration in Berlin auf. Denn für gute Arbeit sind gute Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung unabdingbar.

14.06.2015 |

Aufbruch statt Umbruch in die dritte Lebensphase

Seminar 55+

Zum zweiten Mal wurde das Seminar 55+, Aufbruch statt Umbruch in die dritte Lebensphase, als Wochenendseminar angeboten.

Das Seminar ist ein spezielles Angebot für Mitglieder der IG Metall Koblenz, die vor der Altersteilzeitfreistellungsphase oder dem Renteneintritt stehen, um sich mit dem bevorstehenden Ausstieg aus dem Arbeitsleben auseinander zu setzen.

Neben einem Rentenberater, der für Fragen und Antworten rund um das Thema Rente, Rentenarten und Rentenantrag zur Verfügung stand, ist auch ein Personaltrainer für Gesundheit und Bewegung Teil dieses Seminars.    

Dieses Seminar ist mittlerweile fester Bestandteil des Bildungsangebotes der IG Metall Koblenz und wird auch in Zukunft fortgeführt. Die betreffenden Mitglieder werden von uns persönlich zu diesem Seminar eingeladen.

 

 

11.05.2015 |

Seminarreihe "Junge Aktive"

Seminarreihe "Junge Aktive" im Bezirk Mitte erfolgreich

18 aktive Metallerinnen und Metaller, darunter fünf Kollegen von der IG Metall Koblenz, wurden umfangreiche Kenntnisse sozialer und methodischer Kompetenz sowie Projektmanagement vermittelt. 
Von Stabilus wurden die Kollegen Mario Hulten, Horst Weihrauch und Oliver Kisters, von Aleris der Kollege Denis Hammer und von Thermo Fisher LED der Kollege David Laurenz qualifiziert. An der Abschlussveranstaltung, bei der die einzelnen Projekte der Teilnehmer vorgestellt wurden, nahmen die Bevollmächtigten aus den teilnehmenden Verwaltungsstellen, sowie die Verantwortlichen beim Vorstand der IG Metall und des Bezirks teil. Der Bezirksleiter Armin Schild sicherte zu, dass die erfolgreiche Seminarreihe weitergeführt wird, um junge und aktive Vertrauensleute, Jugend- und Auszubildendenvertreter oder Betriebsräte weiter zu fördern.
Die diesjährigen „Junge Aktive“  empfehlen die nächste Seminarreihe zu besuchen.

05.03.2015 |

Medieninfo 18 - 2015

IG Metall Delegierten zufrieden mit dem Abschluss der Metall und Elektroindustrie - bei Ball und Ardagh in Weißenthurm wird noch verhandelt

Die 100 Delegierten der IG Metall Koblenz haben auf ihrer Konferenz am Mittwoch, den 4. März 2015 das jüngst abgeschlosse Tarifergebnis für die Metall- und Elektroindustrie bewertet. Mit dem Abschluss in Höhe von 3,4 Prozent ab April 2015, dem Einmalbetrag in Höhe von 150 € (Auszubildende 55 €) für März 2015, einer neuen Altersteilzeitregelung und einem Tarifvertrag Bildung zeigten sich die Delegieren zufrieden.

Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz ist sich sicher, dass dieses Ergebnis nur durch die entschlossene Haltung der Beschäftigten und einer sehr guten Warnstreikbeteiligung möglich war.

Aktuell verhandelt die Gewerkschaft für die Branche  Feinstblechpackungsindustrie. Gefordert werden für die Betriebe Ball und Ardagh in Weißenthurm 5,5% mehr Geld ab dem 01. März 2015 für 12 Monate und einen Zukunftsplan „Gute Arbeit“.

Die erste Verhandlung wurde nach dem unzureichenden Angebot der Arbeitgeberseite am 2. März 2015 ohne Ergebnis beendet. „3,0% ab dem 1.Juli 2015 bei einer Laufzeit bis zum 31. Mai 2016 mit vier Nullmonaten sind kein akzeptables Angebot“, so Ali Yener.

Die Arbeitgeber sahen sich nicht in der Lage, auf die Forderungen der IG Metall mit einem ordentlichen Angebot zu antworten. Im Gegenteil: Die Beschäftigten sollen Abstriche bei der Entgelterhöhung machen, damit weiterhin hohe Profite erzielt werden können. Die Verhandlungskommission ist über dieses Verhalten verärgert, insbesondere weil die bundesweite Metall- und Elektroindustrie mit ihren klein- und mittelständischen Betrieben gerade letzte Woche 3,4% mehr Entgelt vereinbart hat. Nur die internationalen Konzerne der Feinstblechpackungsindustrie verweigern sich offensichtlich. „Wir werden jetzt die Beschäftigten in den Werken informieren und ein erstes deutliches Zeichen setzen“, so Ali Yener abschließend. Die nächste Verhandlung ist für den 18.03.2015 angesetzt.

 

 

04.03.2015 |

Medieninfo 17 - 2015

IG Metall zum Internationalen Frauentag: Derzeitige Arbeitszeitmodelle benachteiligen Frauen auf dem Arbeitsmarkt

Anlässlich des Internationalen Frauentages hat die IG Metall Wirtschaft und Politik dazu aufgerufen, mehr für die Gleichstellung von Frauen in der Arbeitswelt zu unternehmen. Frauen seien noch immer strukturell benachteiligt, wenn es um berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Entgeltgerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Das forciert nach Auffassung der IG Metall Altersarmut, prekäre Beschäftigung und den Fachkräftemangel.

„Ursache hierfür sind häufig unflexible Arbeitszeitmodelle, die nicht an die Bedürfnisse der Beschäftigten angepasst sind“, sagte Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz. „Oft passen zum Beispiel die Arbeitszeiten bei Schichtarbeit nicht zu den Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen. Frauen arbeiten deshalb häufig unfreiwillig in Teilzeit oder in Minijobs. Dies geht dann mit schlechteren Entwicklungschancen, niedrigeren Einkommen und weniger Rente einher. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch ökonomisch fahrlässig“. 

Zwar sei die Zahl der erwerbstätigen Frauen heute so hoch wie nie zuvor. Allerdings sinkt gleichzeitig seit Jahren ihre durchschnittliche Arbeitszeit. Die Wochenarbeitszeit von Frauen ist seit 1983 um 14% gesunken. Und viele Arbeitgeber gehen bis heute davon aus, dass Teilzeitbeschäftigte weniger leisten als Vollzeitbeschäftigte. Eine Folge sind häufig schlechtere Möglichkeiten zur Weiterbildung, niedrigere Stundenlöhne oder auch geringere Leistungszulagen. Diese Ungerechtigkeiten bekämpft die IG Metall in ihren Betrieben seit Jahrzehnten.

 „Für den dringend benötigten Wandel von Arbeitszeiten sind das Elterngeld Plus und die Familienpflegezeit zwei kleine Schritte in die richtige Richtung, es braucht aber mehr. Deshalb unterstützen wir die Überlegungen zu einer staatlich subventionierten Familienarbeitszeit voll und ganz“, sagte Yener. „Wir müssen in den Unternehmen alles daran setzen, Gleichstellung in der Berufswelt zu realisieren, bessere Kinderbetreuung, familienfreundlichere Arbeitszeiten und vollzeitnahe Teilzeitstellen. Davon würden nicht nur Frauen, sondern die gesamte Gesellschaft profitieren“.  

20.01.2015 |

Medieninformation vom 19.01.2015

IG Metall Koblenz: Erneut Mitgliederzuwachs

Foto: Godehard Juraschek

Die IG Metall Koblenz konnte auch das Jahr 2014 mit einem Mitgliederzuwachs von 1,1 % abschließen. Die Hälfte der neu gewonnen Mitglieder konnte aus dem Angestelltenbereich gewonnen werden. Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz, sagt: „Unsere anlassbezogene und zielgruppenorientierte Ansprache in den Betrieben wirkt. Hierfür möchte ich mich bei unseren Vertrauensleuten, Betriebsräten, Jugend- und Auszubildendenvertretern sowie den Vertrauensleuten der Schwerbehinderten bedanken.“

Im vierten Jahr in Folge gewann die IG Metall Koblenz mehr Mitglieder. Der Erfolg ist unter anderem in die vernetzte Arbeit des Ortsvorstandes und der Delegiertenkonferenz zurückzuführen. Dazu sagte Yener weiter: „Die Handwerksarbeit wurde stabilisiert, das Rückholmanagement weiter optimiert, Betriebe ohne Betriebsrat erschlossen und in strategisch wichtigen Betrieben die vorhandenen Mitgliederpotenziale angegangen. Ebenso konnte ein Betrieb nach 60jähriger Tarifabstinenz in die Tarifbindung geführt werden und industriepolitische Initiativen zur Sicherung und Ausbau von guten Industriearbeitsplätzen sichergestellt werden.“

Die IG Metall Koblenz aber auch die gesamte IG Metall in Deutschland sehen sich sehr gut gerüstet für die bevorstehende Auseinandersetzung in der Tarifrunde 2015.

Der Schwerpunkt in 2015 ist das „Betriebejahr 2015“. „Dahinter verbirgt sich die Strategie einer erhöhten Präsenz für Mitglieder und Funktionäre in den Betrieben – kurz gesagt: Die IG Metall Koblenz wird noch mehr vor Ort sein, “ sagte Yener abschließend.

14.01.2015 |

Resolution des IG Metall Vorstandes

Für eine freie, soziale und weltoffene Gesellschaft

Die hasserfüllten Attentate von Paris erschüttern die Welt. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Diese menschenverachtenden Anschläge und Geiselnahmen sind Angriffe auf unsere demokratische Presse- und Meinungsfreiheit, sie fordern unsere freiheitliche und demokratische Gesellschaft heraus. Wir nehmen die Ängste von Menschen ernst und wissen darum, dass wir unsere Demokratie als tolerante und offene Gesellschaft verteidigen müssen. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass Respekt, Toleranz und Integration gelebt werden und nicht Angst und Misstrauen geschürt.

Wir wollen eine weltoffene und tolerante Bundesrepublik, in der Menschen von unterschiedlicher Herkunft, Lebensstilen und Glaubensbekenntnissen frei, respektvoll, sicher und fair miteinander arbeiten und leben können.

Der Angriff auf unsere demokratischen Grundwerte verlangt nach umsichtigen Reaktionen, die von einer wertebezogenen Politik geprägt sein müssen. Nationale Abschottung und fremdenfeindliche Bewegungen wie PEGIDA und ihre regionalen Ableger wollen das Rad der Geschichte zurückdrehen. Sie belasten damit das Zusammenleben in unserer Gesellschaft schwer und schaden dem Ansehen Deutschlands. Wer mit diffusen Ängsten spielt, Intoleranz predigt oder Fremdenfeindlichkeit schürt, für den hat die IG Metall kein Verständnis.

Nur eine offene und demokratische Gesellschaft, die sich den Maßstäben der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet, ist auf der Höhe der Zeit. Wir sind deshalb stolz darauf, dass Deutschland sich in den letzten Jahren stärker gegenüber Zuwanderern geöffnet hat. Zuwanderung ist schon allein aufgrund des demographischen Wandels eminent wichtig für unsere Zukunft. Wir haben Werte, die Hass, Fundamentalismus und Gewalt widersprechen. An diese Werte muss man sich halten, wenn man in Deutschland leben will.

Viele Mitglieder der IG Metall engagieren sich für ein kulturelles Miteinander, gegen Fremdenhass und für Respekt. Die IG Metall unterstützt alle demokratischen Kräfte, die sich gegen die Feinde von Freiheit und Demokratie engagieren. Sie setzt sich auch dafür ein, dass jeder bzw. jede in Deutschland eine Chance auf ein gutes Leben erhält, egal welche Herkunft, Lebensstil oder Religion er oder sie hat. Diese Vision von einem freien, offenen, und sozial gerechten Deutschland wird sie stets fördern.